Geografie und Klima

Boliviens Lage wird häufig beschrieben als eine Lage „im Herzen von Südamerika“. Zusammen mit Paraguay gehört es zu den einzigen südamerikanischen Binnenstaaten. Bolivien besitzt eine Fläche von 1.098.581 km2 und ist damit 3-mal so groß wie Deutschland. Es gliedert sich in drei geografische Zonen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Das Hochland ist von den Anden geprägt, die in zwei parallel verlaufenden Gebirgszügen (cordilleras und cordillera occidental) den Westen Boliviens bestimmen. Dort erhebt sich auch der Sajama, der mit 6.542 m den höchsten Berg Boliviens darstellt. Zwischen beiden Gebirgszügen erstreckt sich ein Hochplateau mit einer durchschnittlichen Höhe von 3.800m, das sogenannte Altiplano, welches durch weite Steppenlandschaften geprägt ist. Das Hochland macht ca. 1/3 der gesamten Fläche Boliviens aus und wird vom kühl-gemäßigtem Höhenklima bestimmt, welches nachts im Winter auch für Frost sorgt.

Der Osthang der Anden wird von tiefeingeschnittenen, fruchtbaren Tälern auf einer Höhe von 1.000 bis 2.500m gegliedert, die sich durch feuchte, warme Temperaturen auszeichnen.

Der flächenmäßig größte Teil Boliviens ist das Tiefland, die Llanos, die sich von den ostbolivianischen Bergflanken bis an die Grenzen Brasiliens und Paraguays erstreckt. Dieses tropisch-heiße Tieflandgebiet untergliedert sich in die trockenen Savannen des Gran Chaco und die tropischen Regenwaldgebiete Amazoniens, welche wohl die größte Artendiversität der Welt aufzeigt.

Phyische Karte von Bolivien. Etwa zwei drittel Boliviens, der nordöstliche Teil, sind grün gekennzeichnet. Ein braungelbe Streifen trennt den grünen Teil vom weißen, welcher das letzte drittel ausmacht.

Quellen